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Zeche Robert Müser

Meidericher | Veröffentlicht mi 10 Okt 2018, 20:10 | 4 Gesehen

Die Zeche Robert Müser war die erste Großzeche, die nach der Stilllegungswelle der 1920er Jahre entstand. Anders als bei der Zeche Zollverein wurden hier vorher eigenständige Anlagen zusammengeschlossen. Auf Zollverein fand eine Ausrichtung aller Teilanlagen auf den neuen Schacht 12 hin statt. Betrieblich bestand vorher schon eine Zusammenarbeit.
Bei Robert Müser wurden bislang selbständige Anlagen an die zentral gelegene Zeche Heinrich Gustav angeschlossen. Dazur wurde der Schacht ausgebaut und das auch heute noch stehende Fördergerüst gebaut, dazu kam eine neue Kokerei mit den üblichen Nebengewinnungsanlagen und ein neues Kraftwerk. Mit der Fusion wurde die Anlage umbenannt. Namesgeber war der Generaldirektor Robert Müser, der die Harpener Bergbau AG führte, zu der die fusionierten Zechen gehörten. Er baute als alleiniger Vorstand von 1893 - 1914 die Gesellschaft zu einem Bergbau-Imperium aus.
Die in die neue Schachtanlage eingebrachten Zechen waren alle an der Grenze ihrer Rentabilität. Die Grubenfelder reichten für eine langfristige Perspektive nicht mehr aus, die Tagesanlagen waren veraltet und nur am neuen Zentralschacht war ausreichend freie Fläche für ein großzügige Neuausrichtung. Die Anlagen Amalia, Caroline, Jacob, Prinz von Preußen und Vollmond bestanden als Seil- und Materialschächte weiter. Später wurden sie zum Teil nur noch als Wetterschacht genutzt. Neu-Iserlohn wurde 1955 übernommen. Bei der folgenden Rationalisierung wurden nicht mehr rentable Feldesteile abgeworfen und die betroffenen Anlagen stillgelegt - Siebenplaneten 1957, Vollmond 1959 und Amalia 1963.(Quelle ruhrzechenaus.de)

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