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In diesem Gebiet gab es einst mehr als tausend Zechen und somit ist immer noch vieles von ihnen allgegenwärtig. Als die Kumpels für ihren Lohn unter Tage fuhren und den Staub schluckten war es kaum möglich, heute hingegen darf man einige Zechen auch besichtigen.

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Hüttenwerke Krupp-Mannesmann

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Hüttenwerke Krupp-Mannesmann

Beitrag von Anyone09 am Fr 23 Sep 2016, 18:14

Guten Abend,

im März diesen Jahres war ich mal im tiefsten Süden Duisburgs und sah mir das Gelände der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann von Aussen an. Dabei habe ich mindestens die Hälfte der aktiven Hütte umrundet. Ein ganz schöner Weg zu Fuß. Vorallem bei schlechten Wetter.  Fotos habe ich natürlich auch für euch. Aber zuerst - wie bei den Zechen auch - einige Daten zur Hütte.

Im Jahr 2007 erzeugten die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH in Duisburg-Huckingen mit im Durchschnitt 3.116 Beschäftigten (Gesamtbelegschaft) aus Eisenerz und Kohle 5,53 Mio. t Rohstahl. Das sind etwa 11 % des in Deutschland hergestellten Rohstahls.
Der Stahl wird bei HKM zu Brammen mit Breiten bis ca. 2,1 m (z.B. für die Produktion von Großrohren und Karosserieaußenteilen) oder zu Rundstahl mit Durchmessern von 180 bis 406 mm mit maximaler Länge von 14 m (z.B. zur Herstellung nahtloser Rohre für verschiedene Ansprüche und für Schmiedezwecke) vergossen.
Der Aufsichtsrat hat am 20. April 2006 der Geschäftsleitung eine Investitionssumme von 40 Millionen bereitgestellt, damit eine Kohleeinblasung an Stelle der Schweröleinblasung erfolgen kann. HKM kalkulierte bei der damaligen Differenz zwischen Kohle- und (Schwer-)Ölpreis mit einem Kostenvorteil von ca. 50 Millionen Euro jährlich, so dass sich die Umrüstung innerhalb von ca. 10 Monaten bezahlt machen würde.
Im September 2010 wurde die Investition von 400 Millionen Euro für die bereits seit längerem geplante Erweiterung der Kokerei bekanntgegeben. Mit dem Bau einer zweiten Batterie soll die Jahresproduktion von 1,1 Mio. t auf 2,3 Mio. t Koks gesteigert werden und über den Eigenbedarf hinaus auch die Gesellschafter mit 500.000 t Koks pro Jahr versorgen. Es ist die bis dato größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte. Ausführender Generalunternehmer war der Anlagenbauer ThyssenKrupp Uhde GmbH. Die neue Anlage ist am 29. März 2014 erfolgreich in Betrieb genommen worden.
(Quelle: Wikipedia)

Dann mal los


Beide Hochöfen


Das Brammenwerk


An der neuen Kokerei wird wohl gerade das Koks abgelöscht


"Versuchswagen". Was da wohl versucht wird? Meines Wissens nach irgendwas mit Gummidichtungen zur Geräuschregulierung...


Einer der Hochöfen. Ob es sich um Ofen A oder B handelt kann ich leider nicht sagen


Die Krauss-Maffei MH 05 hat ganz schön was zu tun. Irgendwie niedlich das kleine "Lökchen" vor tonnenschweren Schrottzügen. Hier rangiert sie gerade einen Leerzug.


Die Baureihe 232 der DB, auch "Ludmilla" genannt ist die größte und stärkste Lok der DB. Die hat einen langen Coilzug am Haken. Mit dem typischen lauten Getöse fuhr sie an mir vorbei. Hatte offenbar zu kämpfen, die alte Lady.


Und wieder wird Koks abgelöscht. Das passierte alle paar Minuten während der Tour.


Ich weiß es nicht genau, aber denke, dass ich richtig liege. Von Links nach Rechts: Kokerei, Stahlwerk, Röhrenwerk. Korrigiert mich, wenn ich falsch liegen sollte. Ich bitte darum.


Industrie pur, ein herrliches Bild. Und wieder wird Koks abgelöscht.


Hier sieht man es noch besser. Hochbetrieb an der Kokerei.


Der Rote Kasten auf den Gleisen ist übrigens ein Rangierroboter. In Aktion habe ich diesen hier allerdings noch nicht gesehen.


Die neue Kokerei


Ich hatte das Gefühl, als würden die nur für mich Koks ablöschen. Ständig stiegen die Wolken in die Höhe


Der Gasometer an der Kokerei


Blick auf den Hochofen von der Hafenspitze aus.


Wie immer, ich hoffe es hat gefallen. Wenn ich irgendwas falsch beschriftet habe, dann weist mich ruhig darauf hin. Vielleicht suche ich mir für die nächsten Touren ja mal besseres Wetter aus

Glückauf zusammen, Any
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Re: Hüttenwerke Krupp-Mannesmann

Beitrag von Bergmann am Mo 26 Sep 2016, 14:58

Perfekt Super. Berichtet
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