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In diesem Gebiet gab es einst mehr als tausend Zechen und somit ist immer noch vieles von ihnen allgegenwärtig. Als die Kumpels für ihren Lohn unter Tage fuhren und den Staub schluckten war es kaum möglich, heute hingegen darf man einige Zechen auch besichtigen.

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Zeche Jupiter

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Zeche Jupiter

Beitrag von Anyone09 am Mi 30 Nov 2016, 12:35

Die Zeche Jupiter in Witten (Ortsteil Bommerholz-Muttental) ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk. Die Zeche war auch unter den Namen Zeche Jupiterbank, Zeche Jupiter Bank, Zeche Juppiter und Zeche Jupiter I & II bekannt. Die Zeche befand sich im Bereich der Rauendahlstraße östlich der Bockampstraße. Das Bergwerk gehörte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Märkischen Bergamtsbezirk und dort zum Geschworenenrevier Hardenstein.

Bereits im Jahr 1768 wurde das Bergwerk in den Unterlagen genannt. Im Jahr 1783 wurde die Mutung für eine Kohlenbank eingelegt. Diese Kohlenbank erstreckte sich vom Feld Fortuna aus in nördlicher Richtung. Als Muter traten auf Johann Oberste Frielinghaus und sein Bruder Henrich Johann Oberste Frielinghaus. Außerdem wurde eine Mutung auf den Stollen Jupiter eingelegt. Im Jahr 1787 wurde das Bergwerk in der Niemeyerschen Karte aufgeführt. Am 14. Juni des Jahres 1788 wurde ein Längenfeld für den Abbau im Flöz Mausegatt verliehen. Am 1. Oktober des Jahres 1789 wurde ein Längenfeld östlich vom Muttental als Erweiterung verliehen. Im Anschluss daran waren die Felder Jupiterbänke 1 und Jupiterbänke 2 in Abbau. Um das Jahr 1790 ließen die Brüder Oberste Frielinghaus und der Geschworene in den beiden Flözen Jupiter 1 (Kreftenscheer) und Mausegatt Kohlen abbauen. Der Abbau erfolgte über den Stollen vom Tal aus. Allerdings gab es, bedingt durch schlechte Transportwege, Probleme mit Verkauf der Kohlen. Im Jahr 1796 war die Zeche bereits wieder außer Betrieb. Danach blieb das Bergwerk für längere Zeit außer Betrieb.
Im Jahr 1934 übernahm die Neugewerkschaft Jupiter den Stollen. Am 26. Mai desselben Jahres wurde die Zeche Jupiter wieder in Betrieb genommen. Zunächst wurde Stollenbau in der ehemaligen Berechtsame von Fortuna ins Osten betrieben. Der Stollen wurde im Flöz Geitling aufgefahren. Der Abbaubereich befand sich weiter südlich des früheren Abbaugebietes. Die Bewetterung der Grubenbaue erfolgte über eine Lutte, über die mittels Ventilator frische Wetter bis vor Ort geblasen wurden. Für den Betrieb der Druckluftwerkzeuge war Übertage ein Kompressor in Betrieb. Zunächst wurde ein alter Stollen aufgewältigt, anschließend wurde ein Schacht abgeteuft. Zusätzlich nahm man den Schacht Juno wieder in Betrieb. In der nachfolgenden Zeit kam es zur Konsolidation der beiden Längenfelder Jupiter I, Jupiter II und Upsala I + II zur Zeche Jupiter. Die Berechtsame umfasste zu diesem Zeitpunkt eine Fläche von sechs Quadratkilometern. Es wurde eine Ladebühne an der Jupiterstraße errichtet. Die gefüllten Förderwagen wurden Übertage über einen Kreiselkipper entleert. Unter den Kreiselkipper konnte ein Lastkraftwagen rückwärts in der Verladebucht abgestellt werden. Durch die Schüttöffnung des Kreiselkippers fielen die Kohlen aus dem Förderwagen direkt auf die Ladefläche des Lastkraftwagens. Im Jahr 1945 war das Bergwerk vom April bis Mitte Juli stillgelegt. Im Jahr 1946 wurde begonnen, einen tonnlägigen Schacht bis ins Flöz Finnefrau abzuteufen. Der Schachtansatzpunkt befand sich im Muttental unterhalb der Rauentalstraße. Im Jahr 1948 wurde bei einer Teufe von 120 Metern die Fördersohle angesetzt. Im selben Jahr wurde am 9. November ein weiteres Grubenfeld verliehen. Im Jahr 1950 ereignete sich auf der Zeche Jupiter ein Grubenunglück, am 21. Juni war es zu einem Schachteinsturz gekommen, dabei verloren drei Bergleute ihr Leben. Am 31. Oktober des Jahres 1950 wurde die Zeche Jupiter erneut stillgelegt und am 27. November desselben Jahres umbenannt in Zeche Muttental.

Die Zeche Muttental in Witten-Bommern war eine Kleinzeche, Besitzer der Kleinzeche war die Dahmen & Wagener G.m.b.H. Die Kleinzeche, die zunächst als Schürfstelle eingerichtet war, entstand am 1. November des Jahres 1950 durch Übernahme der Berechtsame der Kleinzeche Jupiter. Diese Kleinzeche war am 31. Oktober desselben Jahres stillgelegt worden. Am 27. November 1950 erfolgte die Wiederinbetriebnahme. Zur Förderung war der Schacht Juno in Betrieb. Noch im Jahr der Wiederinbetriebnahme wurde mit 17 Bergleuten eine Förderung von 13.007 Tonnen Steinkohle erbracht. Dies war auch die maximale Förderung des Bergwerks. Am 1. Februar des Jahres 1952 wurde die Zeche durch die Renate Bergbaugesellschaft mbH erworben. In diesem Jahr wurden mit 58 Bergleuten 5636 Tonnen Steinkohle gefördert. Am 31. Dezember erfolgte die Stilllegung der Zeche Muttental. Am 1. Januar des Jahres 1954 wurde die Zeche Muttental umbenannt in Zeche Jupiter II.
Die Zeche Jupiter II in Witten-Bommern war eine Kleinzeche im Muttental. Die Zeche war auch unter dem Namen Zeche Bommerholz bekannt. Besitzer der Kleinzeche war die Gewerkschaft Jupiter. Die Zeche ist durch Umbenennung der stillgelegten Zeche Muttental entstanden. Am 1. Januar des Jahres 1954 wurde die Zeche wieder in Betrieb genommen. Zur Förderung war ein tonnlägiger Schacht vorhanden, dieser hatte eine Teufe von etwa 60 Metern und reichte bis ins Flöz Finefrau. Der Schacht war mit einem neuen Holzgerüst ausgestattet. Zeitweise erfolgte die Förderung auch im Schacht der Zeche Renate. Noch im selben Jahr wurden mit 68 Bergleuten 11.151 Tonnen Steinkohle gefördert. Am 11. Juli des Jahres 1955 ereignete sich auf der Zeche ein Grubenunglück, danach wurde die Zeche Jupiter II stillgelegt.

Heute ist noch das Stollenmundloch der Zeche Jupiter vorhanden. Das Stollenmundloch liegt an der Muttentalstraße im Muttental. Es wurde im Jahr 1979 restauriert und ist heute die Station 10 des Bergbauwanderwegs Muttental. Außerdem ist noch die Kohlenverladestation der Zeche Jupiter erhalten.
(Quelle: Wikipedia)

Es gibt nur eine einzige bekannte Historische Aufnahme der Zeche. Und das ist diese hier:

(Quelle: RAG-DGEG) Das Holzgerüst ist KEIN Teufgerüst. Es ist tatsächlich das eigentliche Fördergerüst für den tonnlägigen Schacht.


(Quelle: Wikipedia) Das Stollenmundloch der Zeche.

Vielleicht war ja schon jemand da gewesen. Kann einer weitere Bilder nachreichen, besonders von der Verladerampe   Zum besagten Bergbauwanderweg gehört auch die Zeche Nachtigall in Witten.

Glückauf,
Any
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