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In diesem Gebiet gab es einst mehr als tausend Zechen und somit ist immer noch vieles von ihnen allgegenwärtig. Als die Kumpels für ihren Lohn unter Tage fuhren und den Staub schluckten war es kaum möglich, heute hingegen darf man einige Zechen auch besichtigen.

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Zeche Mont Cenis in Herne-Sodingen

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Zeche Mont Cenis in Herne-Sodingen

Beitrag von Meidericher am Do 30 Okt 2014, 19:21

Die Gründung der Zeche fällt in den Zeitraum, als Deutschland Elsaß/Lothringen nach dem Krieg 1870/71 besetzte. Die französischen Investoren Joseph Pierre Monin aus Marseille und Francois Auguste Viviers aus Lyon benannten die Anlage nach dem Paß, der an der französisch-italienischen Grenze liegt und von Napoleon zu einer modernen Straße ausgebaut wurde. Monin war Bergbauingeniuer und studierte an der Ecole Polytechnique, die Napoleon stark förderte.
1923 kamen bei einer Schlagwetterexplosion durch verbotswidriges Kohlesprengen mit Dynamit 85 Bergleute ums Leben. Bei zwei weitere Explosionen gab es 1931 18 Tote, 1935 sieben Tote und 1965 neun Tote.
1939 erwarb die Friedrich Krupp AG die Zeche und gliederte sie Contantin der Große in Bochum an. Der Betrieb lief weiter eigenständig bis zur Übernahme nach der Stillegung 1963. Von 1973 bis 1978 bestand ein Verbund mit Friedrich der Große. Zu dieser Zeit befand sich hier die tiefste Hauptfördersohle des Reviers in 1300 m Tiefe.
Das Grubenfeld ist tektonisch sehr stark gestört, wodurch ein ungewöhnlicher Kohlereichtum bestand. Von der Gasflammkohle bis zur Eßkohle wurden 42 Flöze abgebaut. Durch die zahlreichen Störungen war der Abbau allerdings schwierig und durch den hohe Methangehalt der Kohle gefährlich, was die wiederholten Grubengasexplosionen (s.o.) belegen. 1960 führte ein Grubenbrand zur Aufgabe der östlichen Abbaufelder.


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