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Wir möchten in unserem Forum die Zechen des Ruhrpotts entdecken, erleben und an sie erinnern, damit diese nicht in Vergessenheit geraten!

In diesem Gebiet gab es einst mehr als tausend Zechen und somit ist immer noch vieles von ihnen allgegenwärtig. Als die Kumpels für ihren Lohn unter Tage fuhren und den Staub schluckten war es kaum möglich, heute hingegen darf man einige Zechen auch besichtigen.

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Zeche Bonifacius

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Zeche Bonifacius

Beitrag von Meidericher am Sa 09 Aug 2014, 20:42

Die Zeche Bonifacius war typisch für eine der mittelgroßen Anlage im Ruhrgebiet. Der Name geht auf Bonifatius zurück, den Missionar ("Apostel der Deutschen"), der das Christentum nach Deutschland brachte. Bis etwa 1900 war der Betrieb immer wieder von Unfällen, Bränden und Wassereinbrüchen betroffen. Sie gehörte zu den ersten Zechen, die mit dem Tiefbau im mittleren Ruhrgebiet auch die neuen Probleme bewältigen musste. 1865 (2. Sohle), 1866 und 1874 (komplett) soff die Grube ab. Nach einer gründlichen Modernisierung um die Jahrhundertwende folgte eine stetige Entwicklung, was auch am großen Kohlevorrat lag, überwiegend in halbsteiler bis fast flacher Lagerung mit wenigen Störungen. Dies kam den Abbaumethoden bis in die 1960er Jahre entgegen. Nachdem die wirtschaftlich gewinnbringenden Vorräte in dem relativ kleinen Grubenfeld erschöpft waren (daher auch die nahe beieinander liegenden Schächte) ging das Grubenfeld an die Zeche Holland, die die Reste abbaute. Den technisch guten Standard der Anlage belegt der Einsatz der ersten elektrischen Lokomotive im Ruhrgebiet von 1883 - 1900, allerdings über Tage. Trotzdem kam es zu Schlagwetterexplosionen mit Todesopfern - 1924 und 1941 mit vier bzw. fünf Toten.
Die erhaltenen Gebäude und das Fördergerüst von Schacht 1 stehen unter Denkmalschutz und sind heute ein Standort der Route der Industriekultur. Hier finden regelmäßig Führungen statt. Der heutige Zustand geht auf eine Privatinitiative zurück. Der Diplomkaufmann Werner Ebert begann 1975 mit dem Ankauf der Übertageanlagen des Bergwerks Bonifacius und hatte bis 1992 fast alle Gebäude erworben. Er verstarb in diesem Jahr. Die Erbengemeinschaft setzte sein Engagement fort. Eine Plakette am Fördergerüst von Schacht 1 erinnert an ihn. Auf der Website des Hotel Alte Lohnhalle sind viele Daten und Fotos zur Zeche und der heutigen Nutzung übersichtlich dargestellt. (Quelle ruhrzechenaus.de)

Teufbeginn : 1858 Förderbeginn : 1863 Betriebsende : 1967
max.Tiefe : 894 Meter max.Belegschaft : 4694 (1920)max.Förderung : 1,25 Mio Tonnen (1939)
Hat hierzu jemand Fotos  

Ich werde mal zur Zeche fahren.


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