⚒ Forum Zechenfreunde ⚒
Wir möchten in unserem Forum die Zechen des Ruhrpotts entdecken, erleben und an sie erinnern, damit diese nicht in Vergessenheit geraten!

In diesem Gebiet gab es einst mehr als tausend Zechen und somit ist immer noch vieles von ihnen allgegenwärtig. Als die Kumpels für ihren Lohn unter Tage fuhren und den Staub schluckten war es kaum möglich, heute hingegen darf man einige Zechen auch besichtigen.

Du möchtest Dich an unserer Spurensuche beteiligen? Dann melde Dich an und erhalte den Zutritt in alle Bereiche des Forums.

Zechenfreunde.com
Jetzt Neu! Antworte auf einen Beitrag im Forum ohne Anmeldung!
Besuche Zechenfreunde auf Facebook
Besuche unsere Vereinsseite auf Facebook.Klick auf unser Logo.
Login
Wer ist online?
Insgesamt sind 14 Benutzer online: 0 Angemeldete, kein Unsichtbarer und 14 Gäste :: 2 Suchmaschinen

Keine

Partner
Um GreenSmilies.com zu besuchen, klick auf das Banner.

Teilen
Nach unten
avatar
Meidericher

Admins
Anzahl der Beiträge : 7980
Anmeldedatum : 22.02.14
Alter : 50
Ort : Duisburg
Arbeit/Hobbys : Zechen Forum / Fotografieren

Zeche Teutoburgia

am Sa 09 Aug 2014, 21:59
Der Name der Zeche - gälisch für Irland - wurde vom irischen Investor Thomas Mulvany vergeben, der auch seine weiteren Zechen immer mit Namen versah, die einen Bezug zu Irland herstellten. Etwa 20 Jahre lang hatte der Betrieb immer wieder Probleme mit Wassereinbrüchen und war von 1877 bis 1885 abgesoffen. Erst danach gelang ein störungsfreier Betrieb.
Eine Ausnahme bildet die später von Erin erworbene Zeche Teutoburgia. Der Name ist die lateinische Bezeichnung für den Teutoburger Wald und kann als verschlüsselter Hinweis auf die gestörten Lagerungsverhältnisse gedeutet werden. Mulvany kannte die Geologie diees Gebirges und erkannte früh, dass ein rentabler Betrieb kaum möglich war und er verkaufte die Berechtsame. Daher lagen zwischen der Mutung 1858 und dem Abteufbeginn 1909 über 50 Jahre.

Die Anlage 1/2 leitete die Entwicklung der Stadt Castrop-Rauxel ein. Lange prägten die beiden nur wenige Meter auseinander stehenden durch Strebengerüste das Stadtbild. Später kamen die Schächte 4 (nur Lüfter) und 7 dazu; der letzte war bis zur Stilllegung der Zentralförderschacht und ist als Denkmal erhalten. Das gesamte Areal ist zu einem Gewerbepark umgestaltet worden. Einige Betriebe haben sich bereits etabliert.

Die Lage der Schächte 1, 2 und 4 ist auf Hinweistafeln beschrieben, allerdings in der Terminologie des Vermessungswesens. Die Markierungen von Schacht 1 und 2 sind aber relativ leicht zu finden. Schacht 4 ist nicht markiert.

Der Wetterschacht 3 sollte zu einer selbständigen Anlage ausgebaut werden. Dafür wurde ab 1900 ein zusätzlicher Wetterschacht abgeteuft (später nicht mehr erwähnt). Verzögert durch Krieg und Inflation wurde 1929 das ursprüngliche Strebengerüst durch eine Turmförderanlage in Stahlfachwerkbauweise ersetzt. Diese stammte vom Schacht Westphalia 2 in Dortmund, die dort kurz nach dem Bau nicht mehr benötigt wurde. Dies ist einer der seltenen Fälle der Umsetzung eine Gerüsts (Translokation) im Ruhrgebiet. Die Anlage kam aber nur noch für die Seilfahrt in Nutzung. Schacht 3 ist als Denkmal erhalten und mit der Gestaltung des ehemaligen Betriebsgeländes ("keltischer Baumkreis") ein Baustein der Route Industriekultur.

Der Schacht 5 war ein reiner Luftschacht ohne weitere Funktionen. Ursprünglich im freien Gelände gelegen grenzt die Betriebsfläche heute direkt an Wohnhäuser. Es sind keine Relikte vorhanden. Nur die umgebende Baumreihe ist geblieben. Das Fördergerüst wurde mehrfach umgebaut, um eine zeitweilige Zwischenförderung unter Tage zu ermöglichen.
Der Schacht 6 diente ausschließlich der Bewetterung. Hier wird das Methangas aus den Grubenbauen abgesaugt und in einem Blockheizkraftwerk genutzt. Auf dem Schacht steht eine Protegohaube.

Die Schachtanlage Teutoburgia war nach dem Verkauf an Erin nur kurze Zeit selbständig und wurde schon 1925 stillgelegt. Sie diente zur Materialversorgung und Bewetterung. Heute ist noch das Strebengerüst von Schacht 1 als Denkmal erhalten, ebenso das Fördermaschinenhaus. Über Schacht 2 steht eine Protegohaube. Das Gelände ist zu einem Skulpturenpark umgestaltet worden, u.a. sind die Umrisse von abgerissenen Gebäuden durch kleine Mauern markiert. Dazu kommt eine Klanginstallation, die bei Annäherung Töne erzeugt, die nahe an der Hörschwelle liegen, so dass eine leicht meditative Stimmung entsteht. Dieses Ensemble ist auch Bestandteil der Route Industriekultur, ebenso wie die angrenzende denkmalsgerecht sanierte Zechensiedlung. Diese hat etwa denselben Stellenwert wie die Essener Margarethenhöhe.

Hierzu suche ich noch Fotos 


Aktuelle Daten:
Das Forum Zechenfreunde.com ist am Sa 22 Feb 2014 eröffnet worden und ist heute genau 1728 Tage alt.
8 User haben bisher 17535 Beiträge geschrieben in 29 Foren.
Davon hast Du, Gast, seit Deiner Anmeldung 26 Beiträge erstellt.
avatar
Gast
Gast

Re: Zeche Teutoburgia

am Do 21 Aug 2014, 19:44
" />
avatar
Gast
Gast

Re: Zeche Teutoburgia

am Do 21 Aug 2014, 19:46
" />
avatar
Gast
Gast

Re: Zeche Teutoburgia

am Do 21 Aug 2014, 19:47
" />
avatar
Gast
Gast

Re: Zeche Teutoburgia

am Do 21 Aug 2014, 19:48
" />
avatar
Gast
Gast

Re: Zeche Teutoburgia

am Do 21 Aug 2014, 19:49
" />
avatar
Gast
Gast

Re: Zeche Teutoburgia

am Do 21 Aug 2014, 19:51
" />
avatar
Meidericher

Admins
Anzahl der Beiträge : 7980
Anmeldedatum : 22.02.14
Alter : 50
Ort : Duisburg
Arbeit/Hobbys : Zechen Forum / Fotografieren

Re: Zeche Teutoburgia

am Do 21 Aug 2014, 20:29
Schöne Fotos   Toll das dieses Fördergerüst von Schacht 1 unter

Denkmalschutz steht, ebenso das Fördermaschinenhaus!

Schöne Bemahlung auf dem letzten Bild.

LG Meidericher


Aktuelle Daten:
Das Forum Zechenfreunde.com ist am Sa 22 Feb 2014 eröffnet worden und ist heute genau 1728 Tage alt.
8 User haben bisher 17535 Beiträge geschrieben in 29 Foren.
Davon hast Du, Gast, seit Deiner Anmeldung 26 Beiträge erstellt.
Nach oben
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum antworten